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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2014
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Das inszenierte Ich

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 10.07.2014
Hochzeit unter Wasser, Taufe ohne Pfarrer, Abiturfeier im Opernhaus: Immer mehr Menschen gestalten alte Feste neu – und erschaffen sich dabei ihre eigenen Rituale. Je individueller, desto besser. Doch was bedeutet der Trend zum Selberbasteln?
Eigene Wege: Ob Jugendweihe, Trauung am Meeresboden oder Taufe im Fluss, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, Übergänge im Leben zu feiern (Foto: pa/Lander)
Eigene Wege: Ob Jugendweihe, Trauung am Meeresboden oder Taufe im Fluss, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, Übergänge im Leben zu feiern (Foto: pa/Lander)
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»So frage ich dich, Janine, willst du Philipp annehmen, so wie er ist? Willst du ihn lieben und ihm Vertrauen schenken? Dann antworte bitte mit Ja, ich will.« Es sind vertraute Worte, die Simone Pfundstein zu dem jungen Paar spricht, das sich nach ihrer Aufforderung das Ja-Wort gibt. Nur dass Pfundstein keine Pfarrerin ist und die Trauung von Janine und Philipp nicht in einer Kirche stattfindet, sondern in einem alten Gemäuer in der Hanauer Altstadt. Die Stuhlreihen sind mit weißen Satinbändern geschmückt, und der Tisch im vorderen Teil des Raumes ist mit Blumen und Kerzen dekoriert. »Ich bin keine Theologin«, betont Pfundstein, »aber ich kann trotzdem frohe Botschaften verkünden.« Sie ist Zeremoniarin und veranstaltet freie Trauungen. Immer mehr Paare wünschen sich eine feierliche Zeremonie, die Braut will ein weiße

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