Wie Maria zum Kind kam
Maria aus Nazareth. Fromm. Jüdisch. Schwanger – aber nicht von ihrem Verlobten. Der hielt dennoch zu ihr. Ihr Kind gebar sie in einem Stall. Das soll vor gut 2000 Jahren geschehen sein. Heute wird Maria religiös verehrt wie keine andere Frau. Und: Noch immer behaupten Milliarden Christen, sie sei als Jungfrau schwanger geworden und zeitlebens Jungfrau geblieben. Wie kann das sein? Würde das stimmen, wäre es ein biologisches Wunder. Schließlich lehrte mich schon mein Biologielehrer, dass beim Sex der Penis in die Scheide eindringe und bei einer Jungfrau ein noch intaktes Hymen dabei meist zerstöre. Ich höre uns Achtklässler noch kichern, einige wurden rot. »Jungfernhäutchen« klingt viel schöner, fand ich. Und außerdem gehören zur Zeugung eines Menschen ja männlicher Samen und eine weibliche Eizelle, sonst kann kein Leben entstehen. Das ist Fakt. Und das soll bei Maria anders gewesen sein? Darüber wunderte sie sich laut Bibel selbst: »Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann weiß?«, fragte Maria einen Engel, der ihr angekündigt hatte: »Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben« (Lukasevangelium 1,31–34).
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