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Lückenleben mit Marc

Katrin Seyfert schildert die Jahre mit ihrem an Alzheimer erkrankten Mann.
vom 17.07.2024
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Eineinhalb Jahre nach dem Tod ihres Mannes 2022 und kurz nach Erscheinen des Buches über die letzten Jahre mit Marc treffen wir uns im Hinterzimmer eines Berufsberatungszentrums für Frauen in Hamburg. Hier hat Katrin Seyfert ihr Büro. Job-Profilerin ist ihr erster Beruf, freie Journalistin ihr zweiter. Seyfert ist ein Pseudonym, das sie zum Schutz der Privatsphäre ihrer drei Kinder gewählt hatte. Einige der im Buch »Lückenleben« versammelten Episoden über das Leben mit Marc, der mit Anfang 50 an der Alzheimer-Demenz erkrankte, erschienen zuerst im Magazin »Spiegel« und fielen auf. Auffällig war vor allem der ungewöhnliche Ton und die Offenheit, mit der sie ihre Gefühle darlegte. Pflegende Angehörige berichten sonst vorwiegend von ihrer Scham, ihrer Überforderung, ihrer Trauer. Das tut Katrin Seyfert auch. Aber sie erzählt auch von ihrer Wut, ihrer Angst vor der Pleite, ihrer Verzweiflung und von Momenten, als sie sich gewünscht hat, Marc wäre tot. »Noch mehr wünschte ich mir, er würde leben. Aber derzeit lebt er mit mir tot zusammen. Und dieses Zwischenreich als Existenz zu akzeptieren ist schwerer als die Trauer um Tote.«

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Schlagwörter: Demenz Pflege
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