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Ein einfaches, gutes Leben

Oliver Junker-Matthes wohnt mit seiner Frau Seit 30 Jahren Auf einem alten Hof Ohne Anschluss an eine Strom- und Wasserversorgung
von Annette Lübbers vom 19.07.2023
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Ein sonniger Frühlingstag im eher kühlen Mai. Zehn Uhr morgens. Ankunft auf einer Lichtung zwischen Wald, Feldern und Obstbäumen im Landkreis Siegen-Wittgenstein. Ein Wunder, dass das Navi dazu eine Adresse hat. Der alte Hof mit seinen verwitterten, nur rudimentär verputzen Außenmauern scheint aus der Zeit gefallen. In der Scheune knabbert ein riesiges Kaltblut an einem Heuballen. Das kräftige Pferd hebt kurz den Kopf und blickt die Besucherin aus sanften, großen Augen an, bevor es sich gleichmütig wieder seiner Mahlzeit widmet. Oliver Junker-Matthes lehnt tiefenentspannt an seinem Auto. Ein schmaler, drahtig wirkender Mann jenseits der 50. Grauer Bart, graue, auf dem Scheitel hochgekämmte Haare. Graues, ärmelloses T-Shirt, braune Jeans, Gummistiefel. »Herzlich willkommen«, sagt er und lädt zu einem Rundgang über seinen Hof ein. Eine Herde zotteliger Schafe nimmt meckernd Reißaus. Aus dem Vorbau des Haupthauses schleicht maunzend eine grau getigerte Katze. Auf einer Wiese blühen farbenfroh die Obstbäume. Eine Feuerstelle und eine Outdoor-Küche. »Mein Zuhause«, sagt Oliver Junker-Matthes mit einem breiten Lächeln. Aber der Hof ist mehr als nur ein Zuhause für ihn, seine Frau, seinen Sohn und eine zweite Familie, die sich hier angesiedelt hat. Der Hof ist ein Statement. Ein Statement für ein naturnahes, ressourcenschonendes Leben jenseits jeder Überholspur.

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