Die Angst ver w a n d e l n
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Zugang:

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Zugang:
Weiterlesen mit Ihrem Digital-Upgrade:
- Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
- Mehr als 34.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
- Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
- 4 Wochen kostenlos testen
Jetzt direkt weiterlesen:
- diesen und alle über 34.000 Artikel auf publik-forum.de
- die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper
- 4 Wochen für nur 1,00 €
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
Irgendwo auf der Südinsel Neuseelands, ein, vielleicht zwei Stunden hinter Picton, wuchs mir eine Blume aus dem Arm. Ich erinnere mich auch jetzt, mehr als fünfzehn Jahre später, noch gut daran. Neben mir saß mein Vater und steuerte unser Mietauto. Wir waren auf dem Weg in Richtung Milford Sound und hatten am Morgen erst mit der Fähre von Wellington zur Südinsel übergesetzt. Ich versuchte, den Gedanken an die Blume zu verdrängen, aber es gelang mir nicht. Ich war froh, dass ich den Wagen nicht lenken musste. Ansonsten hätten wir halten müssen, denn die Blume absorbierte meine gesamte Aufmerksamkeit. Mein Hals schnürte sich zu vor Ekel. Mein Arm war nackt, ich trug nur ein T-Shirt. Und auch wenn die Blume Einbildung war, mir nur in meiner Vorstellungskraft aus dem Arm herauswuchs, fühlte es sich ganz real an, so als wäre
Konstantin Sacher ist theologischer Redakteur beim evangelischen Monatsmagazin chrismon und Host des Podcasts »Über das Ende – Gespräche über Tod, Sterben und Sinn des Lebens« sowie Mitherausgeber und Autor des Buches »Leben mit dem Tod. Vier Essays gegen die Sprachlosigkeit«.




