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Evolution am Kochtopf

Die Nutzung des Feuers macht die Nachfahren der Affen zum Menschen.
von Karl-Heinz Wellmann vom 16.04.2024
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Gibt es ein Merkmal, das allein uns Menschen vorbehalten ist? Eine Antwort auf diese Frage ist bereits von Platon überliefert, der vor rund 2400 Jahren lebte: Der Mensch sei das einzige auf zwei Beinen gehende Tier ohne Federn. Tatsächlich unterscheiden beide Merkmale im Prinzip bis heute alle anderen lebenden Tiere von unserer Gattung Homo (lateinisch für »Mensch«): Sowohl die australischen Kängurus als auch die amerikanischen Kängururatten und die afrikanischen Sifakas – so genannte Halbaffen – haben zwar stark verkürzte Vorderbeine, doch bewegen sie sich vor allem durch Hüpfen fort, sie gehen nicht. Gleichwohl ist Platons Antwort nicht ganz korrekt, denn auch fossile Vorgänger der Gattung Homo, die den Biologen noch nicht als »Menschen« gelten, gingen aufrecht, und sie besaßen kein Federkleid. Von denen aber konnte Platon nichts wissen, denn der erste Beleg für einen ausgestorbenen Vorgänger wurde erst vor genau 100 Jahren entdeckt und nach dem Fundort in Südafrika als Australopithecus (»südlicher Affe«) benannt.

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Schlagwort: Platon
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