Eine ernste Angelegenheit
Die rechte Hand des älteren Mannes lässt die glänzend-silberne Kugel los. Sein erwartungsvoller Blick folgt der Kugel, die nach einem halbhohen Bogen durch die Luft auf der Erde landet, ganz nah bei einer kleineren, gelben Kugel. »Jawohl«, ruft der Werfer laut, reckt seinen linken Arm nach oben und ballt die Faust. »Genau so muss das sein!« Nun bleibt der gegnerischen Mannschaft nichts anders übrig, als zu versuchen, die soeben geworfene Kugel wegzuschießen und die eigene Kugel, die letzte des Spiels, nahe am »Schweinchen« – so heißt die kleine Kugel im Boulespiel – zu platzieren. Gelingt das nicht, hat die andere Mannschaft gewonnen. Also tritt ein Kontrahent in den Abwurfkreis, taxiert die Entfernung und wirft. Doch sein Wurf misslingt. Die Kugel driftet nach rechts ab. »Was machst du denn da?«, ruft ein Mittsechziger leicht verärgert seinem Mannschaftskameraden zu. Das Spiel ist verloren, der Gesamtsieg verspielt. Ärgerlich. Der Werfer macht auch kein sonderlich frohes Gesicht. Während er sich bückt, um seine insgesamt drei geworfenen Kugeln aufzusammeln, murmelt er hörbar: »Immer dieser Druck, das macht doch keinen Spaß«, und meint seinen nörgelnden Mitspieler. Der wiederum zischt: »Ich bin hier, um zu gewinnen, ist doch klar.«
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