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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2019
Ach, Europa
Vielfältig, widersprüchlich, wunderbar – die EU vor der Wahl
Der Inhalt:

Leuchtturm oder Sauerteig

Tief miteinander verwoben drohen Europa und das Christentum von innen heraus zu erodieren. Dabei könnten sie voneinander neue Kraft schöpfen
Europa-Fahne vor dem Kölner Dom: Für die Zukunft Europas zählt auch, was Kirchen und Christen aus sich machen. (Foto: pa/Rothermel)
Europa-Fahne vor dem Kölner Dom: Für die Zukunft Europas zählt auch, was Kirchen und Christen aus sich machen. (Foto: pa/Rothermel)

Als ob sie es geahnt hätten: Im Mai 2016 pilgerten die höchsten Repräsentanten der Europäischen Union nach Rom zum Papst. Der damalige Parlamentspräsident Martin Schulz, Kommissionschef Jean-Claude Juncker und der Ratsvorsitzende Donald Tusk in Begleitung der deutschen Kanzlerin und des Oberbürgermeisters von Aachen. Im Gepäck hatten sie den Karlspreis, eine Ehrung für Personen, die sich um die europäische Vereinigung verdient gemacht haben. Schulz, Junker, Tusk und Merkel kamen in »tiefer Sorge um den Zusammenhalt Europas.« Europa durchlebe eine schwere Solidaritätskrise, die gemeinsame Wertebasis gerate ins Wanken, beklagte Schulz.

Doch der argentinische Papst hatte wenig Trost parat. Er sprach von einem »heruntergekommenen Europa«.

Nur einen Monat später stimmten die Briten dafür, die EU zu verlassen.