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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2019
Vision einer neuen Kirche
Von Maria 2.0 zur ersten Päpstin
Der Inhalt:

Franziskus und der »Biss des Evangeliums«

von Thomas Seiterich vom 17.09.2019
Der Papst in Afrika: Verweigert Euch der Korruption und nutzt Versöhnung als Waffe
Begrüßungstanz für den Papst: Große Freude in Mosambik (Foto: pa/Reuters/Yara Nardi)
Begrüßungstanz für den Papst: Große Freude in Mosambik (Foto: pa/Reuters/Yara Nardi)

Wir Mosambikaner sind zufrieden mit dem Besuch und vor allem mit der Botschaft, die uns der Papst hinterlassen hat«, sagt Nelson Moda, Mitarbeiter der Gemeinschaft Sant’Egidio, in Mosambik: »Mit seiner Aufforderung an unsere Politiker, den Frieden zu respektieren, hat er den Nagel auf den Kopf getroffen.«

Franziskus, der Papst aus der Dritten Welt, bleibt seinem Programm treu. Er setzt die Armen auf den ersten Platz. Das galt auch bei seiner einwöchigen Reise nach Mosambik und Madagaskar sowie für den Abstecher in den multikulturellen Inselstaat Mauritius im Indischen Ozean. Das kleine Mauritius bildet eine hinduistisch-christlich-islamisch gemischte, religiös tolerante und menschenrechtliche Vorzeige-Nation unter den 55 afrikanischen Staaten.

Den Sorgen und Erfahrungen der Armen hat der Papst im Südosten Afrikas ausgiebig zugehört. Ihre Hoffnungen auf ein besseres, weniger bedrohtes Leben hat der emphatische Gast aus Rom mächtig angefacht. »Liebet eure Feinde«, rief Franziskus den 60 000 Menschen beim Abschlussgottesdienst in der mosambikanischen Hauptstadt zu, »dieses Wort Jesu ist heute an uns hier im Zimpeto-Stadion gerichtet«. Es sei schwierig, von Versöhnung zu reden, »wenn die Wunden aus langen Jahren der Zwietracht noch offen sind«. Barmherzigkeit und Güte seien »kein schwaches, sondern ein starkes Verhalten«. Die Menschen und Völker hätten »ein Recht auf Frieden«. Im Entwicklungsland Madagaskar jubelten die Massen darüber, dass der Gast aus Rom »drastische Veränderungen in der Politik der Regierung« forderte.

Was von diesen Papstworten bleibt für die Hunderttausende gläubiger Besucher nach den kurzen Besuchstagen?

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