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Die Opfer sind empört

München und Ahrensburg: Die evangelische Kirche tut sich mit der Bestrafung sexuellen Missbrauchs schwer. Ehrenamtliche Richter stellen zwei Verfahren ein, ohne die betroffenen Frauen anzuhören. Gerichte innerhalb der EKD urteilen unterschiedlich
Sexuelle Gewalt durch Angehörige der Evangelischen Kirche Deutschlands wird nicht geahndet, diesen Eindruck haben Opfer nach dem Umgang der ehrenamtlichen Gerichte mit Tätern in Bayern und in der Nordkirche (Foto: PA/Chromorange)
Sexuelle Gewalt durch Angehörige der Evangelischen Kirche Deutschlands wird nicht geahndet, diesen Eindruck haben Opfer nach dem Umgang der ehrenamtlichen Gerichte mit Tätern in Bayern und in der Nordkirche (Foto: PA/Chromorange)

Sinn und Ziel meiner Anzeige war, dass das, was mir als Unrecht geschehen ist, auch als Unrecht benannt wird.« So sagt es die Frau, die im Jahr 2010 ein Disziplinarverfahren gegen einen ehemaligen Oberkirchenrat der bayerischen evangelischen Landeskirche ins Rollen brachte. Sie wurde in den 1960er-Jahren als Konfirmandin von ihrem damaligen Pfarrer, der später Oberkirchenrat wurde, missbraucht. Sie habe gespürt, dass mit der Tat eine Schuld verbunden sei. Wenn aber der Täter unbehelligt im Ansehen der Kirche lebe und die Schuld nicht annehme, »dann lastet die Schuld automatisch auf dem Opfer«.

Neben der als Konfirmandin missbrauchten Frau fande

Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2013
Die Andersleute
Haben die Orden noch eine Zukunft?
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