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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2013
Der Inhalt:
Politik & Gesellschaft
Der letzte Brief

Räume der Stille

von Eva Baumann-Lerch vom 21.08.2013
Multireligiöse Andachtsorte sind ein Kompromiss. Aber auch eine Chance für die Spiritualität in der pluralen Gesellschaft. Man staunt, wie viele solcher Räume es in Deutschland gibt und vor allem wo. Die Ausstellung »Viele Religionen – ein Raum« in der Universität Marburg zeigt einige von ihnen
Multireligiöse Räume müssten wie Schwellen funktionieren, »wo ich eine Erfahrung meiner Daseinsweite machen und dann selbst entscheiden kann, ob ich einen Schritt weitergehen will in eine konkrete Religion hinein«., sagt der Professor für praktische Theologie Thomas Erne (Foto: Bildarchiv Foto Marburg/Lechtape)
Multireligiöse Räume müssten wie Schwellen funktionieren, »wo ich eine Erfahrung meiner Daseinsweite machen und dann selbst entscheiden kann, ob ich einen Schritt weitergehen will in eine konkrete Religion hinein«., sagt der Professor für praktische Theologie Thomas Erne (Foto: Bildarchiv Foto Marburg/Lechtape)
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Flughafen München, Terminal 2. Eilige Menschen, rollende Gepäckwagen, Lautsprecherdurchsagen, Duty-Free-Shops, Fast-Food-Ketten. Und ganz am Rand ein kleines weißes Zimmer: der »Raum für Stille und Gebet«.

Ein dicker Baumstamm wächst in diesem Raum bis zur Decke hinauf. Am Boden eine Fläche aus weißem Sand. Sonst nichts. Eine Frau, ein Fluggast, hat ihren Teppich hier ausgebreitet, ein Knie hat sie untergeschlagen, ein Lichtstrahl fällt auf ihr Kopftuch. Ein Bild der Stille, ein Moment der Ewigkeit inmitten des auf Sekunde getakteten Menschen-Umschlagplatzes.

Ausstellung in Marburg: »Viele Religionen – ein Raum«

Das Bild dieser Stille ist derzeit in der Universität Marburg zu sehen. Es gehört zur Ausstellung »Viele Religionen – ein Raum«,

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