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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2019
Rebellion der Zukunft
Retten uns die Schüler?
Der Inhalt:

Der Papst, die Nazis und die Juden

Papst Pius XII. wird vorgeworfen, zur Judenverfolgung geschwiegen zu haben. Der Vatikan hat angekündigt, die Akten aus seiner Amtszeit zugänglich zu machen. Der Theologe Klaus Kühlwein erläutert, was er sich davon verspricht
Was wusste der Papst? Der Theologe Klaus Kühlwein über Pius XII. und dessen Verhalten während der NS-Zeit  (Fotos:pa/ privat)
Was wusste der Papst? Der Theologe Klaus Kühlwein über Pius XII. und dessen Verhalten während der NS-Zeit (Fotos:pa/ privat)

Publik-Forum: Herr Kühlwein, Sie forschen schon lange zu Papst Pius XII. und der Kirche in der NS-Zeit. Nächstes Jahr will der Vatikan die Archive zu dieser Zeit öffnen. Was erwarten Sie davon?

Klaus Kühlwein: Zumindest können Kirchenhistoriker dann nicht mehr sagen, sie müssten erst alle Akten kennen, bevor sie urteilen. Es gibt bereits jetzt hinreichend viele Dokumente, um sich ein Bild zu machen. 2003 und 2006 wurden Akten zur Person Eugenio Pacelli bis 1939 geöffnet. Sie umfassen seine Amtszeit als päpstlicher Gesandter in München bis zu seiner Wahl zum Papst. Es ist also nicht zu erwarten, dass die Geschichte völlig neu geschrieben wird. Papst Franziskus hat gesagt, es gebe Kritik an Papst Pius XII., die übertrieben sei. Ich finde, es gibt Kritik, die konstruktiv und heilsam ist und das brauch