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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2013
Landraub
Der globale Kampf um Boden fordert Opfer
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An der Seite der Schwachen

von Heinrich Bedford-Strohm vom 26.04.2013
Den Impuls des neuen Papstes Franziskus können auch die evangelischen Kirchen aufnehmen: Kirche mit den Armen zu sein – selbst im reichen Deutschland. Denn darin liegt die revolutionäre Kraft der Bibel, findet der evangelische Landesbischof von Bayern, Heinrich Bedford-Strohm
Besucher der Suppenküche in Bad Doberan (Mecklenburg-Vorpommern): Täglich kommen zwischen 80 und 100 Bedürftige hier zum Mittagessen. Die Suppenküche der Münstergemeinde existiert seit 2008. Sie wurde hauptsächlich mit Spenden, aber auch mit eigenen Mitteln finanziert. (Foto: pa/Büttner)
Besucher der Suppenküche in Bad Doberan (Mecklenburg-Vorpommern): Täglich kommen zwischen 80 und 100 Bedürftige hier zum Mittagessen. Die Suppenküche der Münstergemeinde existiert seit 2008. Sie wurde hauptsächlich mit Spenden, aber auch mit eigenen Mitteln finanziert. (Foto: pa/Büttner)

Die »Kirche der Armen« ist wieder im Gespräch. Und – so ist das in der modernen Mediengesellschaft – das liegt an einer Person: Papst Franziskus. In seiner argentinischen Heimat war ihm bereits die Bezeichnung »Kardinal der Armen« zugewachsen. Dass Jorge Bergoglio sich als neu gewählter Papst den Namen »Franziskus« gegeben hat, war ein Statement. Sich als mächtigster Mann in der Institution Kirche nach dem Gründer eines Armenordens zu nennen – und das noch dazu als Jesuit –, das ist eine klare inhaltliche Aussage. Sie ist wohlüberlegt – davon kann man ausgehen.

Nicht zuletzt deswegen habe ich mich über die Wahl dieses Papstes sehr gefreut. Denn die vorrangige Option für die Armen gehört zu den Kernakzenten der Bibel. Der Vorrang für die Armen durchzieht alle maßgeblichen Traditionen des Alten und des Neuen Testaments. Schon das Urbekenntnis Israels stellt jenen Gott ins Zentrum, der sein Volk aus der Unterdrückung in Ägypten geführt hat. Deswegen werden auch die Gesetze, die die Schwachen schützen, immer wieder mit der Erinnerung an dieses Eintreten Gottes für sein unterdrücktes Volk eingeleitet: »Du sollst das Recht des Fremdlings und der Waisen nicht beugen und sollst der Witwe nicht das Kleid zum Pfand nehmen. Denn du sollst daran denken, dass du Knecht in Ägypten gewesen bist und der Herr dein Gott dich von dort erlöst hat. Darum gebiete ich dir, dass du solches tust« (5. Mose 24, 17 f.).

Auch Wort und Tat Jesu von Nazareth stehen ganz in d

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