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Ach Gott, die heilige Familie!

von Thomas Seiterich 04.08.2015
Auf der Familiensynode im Oktober wird es ums Ganze gehen. Reformiert Rom seine harte Ehelehre? Die Deutschen hoffen es. Doch die Welt hat Probleme, die die Debatte in einem grellen Licht erscheinen lassen. Thomas Seiterich über Vielehen, Armut als Ehekiller und Sex als peinliches Thema
Die Heilige Familie – die Muttergottes, das Jesuskind und Josef, die väterliche Randfigur – wird kirchlich verehrt und idealisiert. Hilft aber vermutlich nicht weiter bei der Konfliktsynode, auf die Rom gerade zugeht. (Gemälde: »Die heilige Familie« von Francisco de Zurbaran, 1659. Foto: pa/ Prisma Archivo)
Die Heilige Familie – die Muttergottes, das Jesuskind und Josef, die väterliche Randfigur – wird kirchlich verehrt und idealisiert. Hilft aber vermutlich nicht weiter bei der Konfliktsynode, auf die Rom gerade zugeht. (Gemälde: »Die heilige Familie« von Francisco de Zurbaran, 1659. Foto: pa/ Prisma Archivo)

Eine klare Erwartung haben die Deutschen und ebenso das Gros der Katholiken in den Ländern nördlich der Alpen: Die römisch-katholische Kirche solle endlich die Katholiken, deren erste Ehe gescheitert ist und die erneut geheiratet haben, nicht mehr abstrafen. Die Kirche soll sie offiziell zum Tisch des Herrn zulassen. Und bei der Beichte sollen sie ebenso wie andere Menschen die Lossprechung von allen Sünden erhalten.

Diese Erwartungen hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) trefflich formuliert und theologisch schlüssig begründet, in einer einstimmig verabschiedeten Erklärung auf seiner letzten Vollversa