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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2017
Reformationsjubiläum: Was bleibt?
Ein Streitgespräch zwischen Thies Gundlach, Margot Käßmann und Dorothea Wendebourg
Der Inhalt:

Das unverwüstliche Prinzip Papst

von Michael Schrom vom 10.11.2017
Eine Ausstellung in Mannheim lässt die Einheit des Abendlandes noch einmal auferstehen

So viel Pathos muss man erst mal wagen: »In der globalen religiösen, moralischen, kulturellen und politischen Krise der Gegenwart, wie sie die Menschheitsgeschichte bisher nicht gesehen hat, kommen in Rom, dem Mittelpunkt der katholischen Welt, wie in einem Brennglas alle Hoffnungen und Befürchtungen der Menschheit zusammen.« Mit diesem Satz beginnt Kardinal Gerhard Ludwig Müller, bis zu seiner Entlassung Sekretär der Glaubenskongregation in Rom, seine theologischen Erwägungen zum Papstamt (»Der Papst«, Herder 2017). Man kann sich fragen, wie er zu der Behauptung kommt, dass wir uns in einer Krise befinden, wie sie die Menschheit noch nicht gesehen hat. Oder wo er beobachtet hat, dass alle Hoffnungen auf den katholischen Kirchenführer gerichtet seien. Aber in einem Punkt hat er recht: In der globalen Welt unter den Gesetzmäßigkeiten der Medien verdichtet sich die Wahrn

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