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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2016
Gefährlicher Egoismus
Warum sich die Deutschen mit Gerechtigkeit so schwertun
Der Inhalt:

Die Päpstin des EU-Rechts

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 04.11.2016
Juliane Kokott ist Generalanwältin am Europäischen Gerichtshof. Zu Besuch bei einer der mächtigsten Frauen Europas
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Wenn Juliane Kokott über die Straßen Berlins oder die Boulevards von Paris schlendert, erkennt sie keiner – dabei zählt Kokott zu den mächtigsten Frauen Europas. Sie ist eine von elf Generalanwälten am Europäischen Gerichtshof (EuGH) und hat damit eine der wichtigsten Positionen inne, die man als Rechtswissenschaftler erreichen kann. Mit ihren Schlussanträgen unterstützt sie die Richter bei der Auslegung des europäischen Rechts: Sie schlägt ihnen gewissermaßen vor, wie sie urteilen sollen. Die Richter müssen ihr nicht folgen, tun das aber in den meisten Fällen.

Die »Päpstin des Europäischen Rechts«, wie Juliane Kokott auch genannt wird, wirkt beherrscht und nüchtern. Blonde, kinnlange Haare umrahmen ihr Gesicht; hinter der Brille blicken ungeschminkte Augen au