Die Päpstin des EU-Rechts
Wenn Juliane Kokott über die Straßen Berlins oder die Boulevards von Paris schlendert, erkennt sie keiner – dabei zählt Kokott zu den mächtigsten Frauen Europas. Sie ist eine von elf Generalanwälten am Europäischen Gerichtshof (EuGH) und hat damit eine der wichtigsten Positionen inne, die man als Rechtswissenschaftler erreichen kann. Mit ihren Schlussanträgen unterstützt sie die Richter bei der Auslegung des europäischen Rechts: Sie schlägt ihnen gewissermaßen vor, wie sie urteilen sollen. Die Richter müssen ihr nicht folgen, tun das aber in den meisten Fällen.
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