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Altersvorsorge
Die Mär von der maroden Rente

Warum dem Volk erzählt wird, eine gute Alterssicherung für alle sei nicht möglich – und wie sie doch gerecht und bezahlbar funktionieren kann.
von Barbara Tambour vom 23.10.2021 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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Sichere Renten? Der Aufschrei gegen die wachsende Altersarmut bleibt aus. (Zeichnung: Mester)
Sichere Renten? Der Aufschrei gegen die wachsende Altersarmut bleibt aus. (Zeichnung: Mester)

Menschen mit müden Gesichtern eilen durch die Bahnhofshalle. Es ist sechs Uhr morgens. Im Hauptbahnhof von Aschaffenburg hält Björn Wortmann den Vorbeikommenden eine Papiertüte entgegen und fragt: »Wo arbeiten Sie?« oder: »Hätten Sie gerne einen Müsliriegel?« Bleibt jemand stehen, hakt der Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Aschaffenburg-Miltenberg nach: »Wissen Sie, wie viel Rente Sie einmal bekommen, wenn das Rentenniveau weiter sinkt?« Auf einem Rentenrechner, der ähnlich aussieht wie eine Parkscheibe, zeigt er es: Wer heute 3000 Euro brutto verdient, bekommt, wenn das Rentenniveau auf 43 Prozent abgesenkt werden sollte, nur 960 Euro Rente im Monat – »aber nur, wer vierzig Jahre Vollzeit gearbeitet hat, ohne Unterbrechung«, erklärt der Gewerkschaftsfunktionär. Ein Unding, findet der 39-Jährige, denn: »Wer jahrelang eingezahlt hat, muss ein auskömmliches Leben in der Rente haben.«

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Schlagwörter: Alter Armut Rente
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