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Wladimir Putins Geschichtspolitik
Erinnerung als Waffe

Wer Scherze mit einem Kriegerdenkmal treibt, kommt vor Gericht – Russlands Erinnerungsgesetze sind willkürlich. Ihr Ziel: den Krieg gegen die Ukraine zu verklären.
von Paul Katzenberger vom 06.10.2026 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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Monumentales Heldengedenken: Diese Statuen erinnern an die Soldaten einer sowjetischen Panzerdivision, die sich im November 1941 vor den Toren Moskaus den deutschen Angreifern entgegenstellten. (Foto: stock.adobe.com / Brunbjorn)
Monumentales Heldengedenken: Diese Statuen erinnern an die Soldaten einer sowjetischen Panzerdivision, die sich im November 1941 vor den Toren Moskaus den deutschen Angreifern entgegenstellten. (Foto: stock.adobe.com / Brunbjorn)

Mitunter vertreiben sich Wehrpflichtige die Zeit mit purem Blödsinn, auch in Russland. Am 6. Januar 2022 kehrte David Agaragimow mit seinen Kameraden Amirchan und Anwar Gassandibrow in der südrussischen Siedlung Molkino von der Kantine in die Unterkunft der 10. Spezialeinheiten-Brigade des Militärnachrichtendienstes GRU zurück. Auf ihrem Weg kamen sie am »Denkmal für die gefallenen Angehörigen der Spezialeinheiten« vorbei, das an die Verluste der Brigade im Krieg mit Georgien 2008 erinnert. Das Denkmal zeigt zwei Soldaten: einen kniend, den anderen stehend. »Nur zum Spaß« beschloss der 18-jährige Agaragimow, beim Vorbeigehen ein paar Kampftechniken an den Statuen auszuführen: Er ohrfeigte die stehende Statue, nahm beide Figuren in den Würgegriff und verpasste ihnen jeweils einen Fußtritt.

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