Finnland
Bibliotheken sind demokratische Wohnzimmer
Kiama Wa-Tenza hat sich an diesem regnerischen Freitag vorgenommen, ein altes hellrosa T-Shirt umzunähen. So, wie es jetzt aussieht, gefällt es ihr nicht mehr. Dafür hat sie sich einen Platz in der Helsinkier Bibliothek Oodi gesichert. Die 26-Jährige ist versunken in ihre Arbeit, wippt den Kopf zur Musik aus ihren Kopfhörern, manchmal singt sie lautlos mit. Hier in der Bibliothek fühle sie sich nicht so gehetzt, erzählt sie. »An anderen Orten muss man oft etwas erledigen und dann wieder gehen. Das ist hier nicht so. Hier ist es«, sie zögert kurz, »gastfreundlich, ja, genau.«
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Charlotte Raskopf berichtet aus Helsinki über Themen, die Nordeuropa bewegen, aber weit über die Region hinaus relevant sind.

