Schmerz, der nicht vergeht
Es war doch gut gemeint: In einem feierlichen Akt wollten die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Diakonie ehemalige Heimkinder um Verzeihung bitten. »Kirche und Diakonie sind schuldig geworden vor denen, die uns anvertraut waren, und vor Gott«, hieß es in der Erklärung, die der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider verlas. Was in den evangelischen Heimen »an Fehlverhalten geschehen ist, steht deutlich in Widerspruch zu unseren christlichen Überzeugungen«, sagte Schneider in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin.
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Kirche Bittet um Entschuldigung für Unrecht an heimkindernDer Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat im Namen der EKD und des Diakonischen Werkes öffentlich um Verzeihung gebeten für das Leid, das Kinder und Jugendliche in evangelischen Heimen erfahren haben. Ehemalige Heimkinder verließen die Veranstaltung in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin unter Protest. Statt einer Entschuldigung fordern sie Rehabilitation und Anspruch auf Entschädigung. Bis Mitte der 1970er Jahre mussten in der Bundesrepublik etwa 800 000 Kinder und Jugendliche in Heimen leben.
