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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2011
Ingenieure des Lebens
Wohin führt die Synthetische Biologie?
Der Inhalt:

Hirntod und Organspende

vom 20.09.2011

Zu: »Auf Leben und Tod« (16/11)

In ihrem Artikel hat sich Bettina Röder zum verlängerten Arm der Deutschen Stiftung für Organtransplantation gemacht. Wenn Sie so ein umstrittenes Thema aufgreifen, dann dürfen Sie vor allem betroffene Menschen auf der Schattenseite dieser Medizin nicht vergessen: Eltern, die ihre verunfallten Kinder in diesen schweren Zeiten als sogenannte Hirntote auf den OP-Tisch ausgeliefert haben, weil sie über das Geschehen bei einer Transplantation nicht aufgeklärt waren. Frau Röder schreibt nichts über diese Schattenseite der modernen Medizin, in der vieles verschwiegen werden muss, damit weiterhin Menschen im Sterbeprozess »ausgeweidet« werden können. »Die Freiheit der Entscheidung ist das Allerwichtigste«, richtig; aber dazu gehört eine umfassende Aufklärung, die die Transplantationsmedizin nicht ermöglicht.

Gertrud Dom, Osnabrück

Selbst bei eingetretenem Hirntod verursacht die Entnahme eines Organs dem Spender Schmerzen, weil er eben noch nicht ganz tot ist. Bestimmte Lebensfunktionen wie Herztätigkeit, Nierenfunktion und auch der Kreislauf haben auf Erhaltung geschaltet. Ob der Spender noch etwas fühlt, geht im Interesse der Transplanteure unter. Ein denkender Mensch wird keiner Organspende zustimmen, wenn er die Begleitumstände kennt.

Rainer J. Ott, Marktheidenfeld

Es ist eine existenzielle Frage, ob ein Mensch im Hirnversagen in Ruhe und begleitet sterben darf oder ob sein Tod abrupt durch die Organentnahme auf dem OP-Tisch herbeigeführt wird. Auch der Hinweis auf die Organspende als Akt der Nächstenliebe kann nur dann tragen, wenn der Organspender sich in gesunden Zeiten bewusst dafür entschieden hat und seine Angehörigen dem zugestimmt haben.

Renate Focke, Osterholz-Scharmbeck

Endlich einmal ein Artikel, der der Brisanz des Themas gerecht wird – danke! Leider fehlen aber auch in dieser sonst so umfassenden Darstellung zwei wichtige Fragen gänzlich: Warum werden überhaupt so viele Spenderorgane benötigt? Wie gut ist die Lebensqualität der Organempfänger, die doch lebenslang Immunreaktionen ihres Körpers gegen die fremde Niere oder Leber medikamentös unterdrücken müssen? Ich selbst werde einer Entnahme

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