Hat die evangelische Kirche eine Zukunft? Oder belügt sie sich selbst? Darüber streiten vor dem Kirchentag in Dortmund die Kirchenhistorikerin Dorothea Wendebourg, Pfarrer Siegfried Eckert und Julia Helmke, Generalsekretärin des Kirchentags" />
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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2019
Der Inhalt:

Auf der Kippe

Hat die evangelische Kirche eine Zukunft? Oder belügt sie sich selbst? Darüber streiten vor dem Kirchentag in Dortmund die Kirchenhistorikerin Dorothea Wendebourg, Pfarrer Siegfried Eckert und Julia Helmke, Generalsekretärin des Kirchentags
Harmonisch war nur das Grün im Hintergrund, ansonsten gab's Streit: DorotheaWendebourg (links), SiegfriedEckert und JuliaHelmke trafen sich in der Zentrale des Kirchentags in Fulda zu einem kontroversen Gespräch. (Foto: rammler.com)
Harmonisch war nur das Grün im Hintergrund, ansonsten gab's Streit: DorotheaWendebourg (links), SiegfriedEckert und JuliaHelmke trafen sich in der Zentrale des Kirchentags in Fulda zu einem kontroversen Gespräch. (Foto: rammler.com)
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Publik-Forum: Die Losung des Kirchentags lautet: »Was für ein Vertrauen …« Angesichts der Vertrauenskrise der Institutionen, insbesondere der Kirchen, klingt das sehr gewagt. Wie kamen Sie zu dieser Losung?

Julia Helmke: Sie wurde in einer emotionalen Nachtsitzung gefunden, nachdem vor allem die Jugendvertreter Kritik an den anderen Vorschlägen geübt hatten. Sie hatten gesagt: Wir leben in einer Welt, in der Sicherheiten brüchig werden. Wir wissen zwar, dass es uns so gut geht, wie kaum einer anderen Generation vor uns, aber es gibt überall Vertrauensverlust und Angst. In dieser Situation sollten wir uns fragen, wie wir als gläubige Menschen Gott vertrauen können. Und wie wir Vertrauen in Gott und Vertrauen in die Gesellschaft zusammenbringen. Das Z

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Georg Lechner 12.06.2019, 20:25 Uhr:
Die Konfirmation ist die Parallele zur Firmung im katholischen Bereich - da ist das Alter (gegen Ende der Pflichtschulzeit wohl vergleichbar. Die Erstkommunion ist die Feier der ersten bewussten Teilnahme am Abendmahl.
Im Schlusswort von Frau Helmke klingt an, was schon Horst-Eberhard Richter im "Gotteskomplex" als Verhängnis des abendländischen Denkens gesehen hat - die "Freiheit von" als Ausdruck einer infantilen Rebellion gegen ein Verständnis von Gott als unberechenbarer Größe, dessen Gnade man sich nicht sicher sein kann.

Edna Li 09.06.2019, 07:33 Uhr:
Wenn man den drei Diskutanten zuhört, gewinnt man den Eindruck, dass in der Kirche der Glaube und die Gotteserfahrung kaum noch eine Rolle spielt. Verschämt wird zwischen tausenden politischer Positionen kurz das Gebet erwähnt. Und genau daran krankt die Kirche. Die Kirche krankt nicht an den Positionen zur AfD sondern darüber, dass über Spiritualität, die ja das Fundament der politischen Aktion ist, nicht geschützt gesprochen werden kann. Lasst uns der Tatsache ins Auge schauen: der Fromme von heute ist nicht mehr evangelisch, sondern Buddhist oder spiritueller Atheist. Unsere Kirche ist innen schon fast hohl. Der Mangel an spirituellem Diskurs ist DER Grund für den Niedergang der Kirche. Der Sinn der Kirche ist nicht Tradition oder Politik sondern die Ermöglichung von aktueller Gotteserfahrung.