Der Zorn der Diakoninnen
Lydia, Phöbe und Katharina führen durch den bundesweiten Tag der Diakonin am letzten Aprilsonntag in Ulm. Drei große, kämpferische Frauen aus der Urkirche und dem Mittelalter. Katharina, die Kirchenlehrerin aus Siena (1347-1380), eine Frau, die mit kritischen Briefen und Reden den korrupten Papst in Avignon dazu bewegte, aus der Abhängigkeit Frankreichs nach Rom zurückzukehren, steht am 29. April im Heiligenkalender. Diese Mutige, Kluge und Kirchentreue haben die Frauen zur Patronin ihres Kampfes um das Amt der Diakonin erkoren. Deshalb lädt der frauenpolitisch engagierte, 220 000 Frauen zählende Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) stets am Katharina-Tag zum Treffen all derer, die sich für die längst fällige Einführung von Diakoninnen in der katholischen Kirche einsetzen. Es kamen vorwiegend Frauen ab fünfzig; keine Revoluzzerinnen, sondern kirchentreue aktive Katholikinnen aus der Mitte der Pfarreien.
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