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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2012
Wer war Jesus?
Die neuen Einsichten der Bibelforscher
Der Inhalt:

Tierisch menschlich

von Annette Lübbers vom 04.05.2012
Berühre nie ein Herz, wenn du es nicht hüten kannst. Provo besuchte die Tierpsychologin Monika Addy und weiss nun (fast) alles über Katz und Hund

Seit Hunderten von Jahren leben Menschen eng mit Tieren zusammen. Bereits vor 14000 Jahren wurde der Wolf gezähmt. Heute teilen in Deutschland mehr als fünf Millionen Hunde und sogar mehr als acht Millionen Katzen mit ihren Besitzern Haus und Garten. Trotzdem gibt es noch viele Missverständnisse zwischen uns und unseren vierbeinigen Freunden. Die Tierpsychologin Monika Addy lebt mit ihrem Mann - und elf Katzen - in einem alten Gutshaus in Lünen. Provo hat sie dort besucht und mit ihr gesprochen.

Wann brauchen unsere vierbeinigen
Freunde fachkundige Hilfe?

Wenn ihre Herrchen und Frauchen tierisches Verhalten nicht verstehen. Unsere Haustiere brauchen zum Beispiel ein hohes Maß an Sicherheit und die entsteht durch Erziehung und verlässliche Ansagen. Ein Hund muss wissen: »Ich darf nicht - oder ich darf - auf die Couch.« Mit einem »heute darf ich und morgen darf ich nicht« können Tiere nichts anfangen. Das wissen viele Menschen aber nicht.

Katzen gelten als nicht erziehbar.

Das stimmt nicht. Bei Katzen braucht man nur einen längeren Atem. Hunde haben etwas nach zehn Mal begriffen - eine Katze erst nach hundert Versuchen.

Liebevoll krault die Tierpsychologin den schwarz-weißen Ernst, eine der elf Samtpfoten im Hause Addy. Dann fügt sie an: Katzen sind sehr eigenständige Wesen und haben in der Regel einen dicken Kopf. Und den beugen sie nicht gern vor anderen Lebewesen. Denn der Mensch hat es - Gott sei Dank - nie geschafft, die Katzen wirklich zu zähmen.
Katze Elfriede prüft gerade auf den Hinterbeinen stehend den Inhalt eines am Boden stehenden Rucksacks und Kater Kläuschen nimmt den Umweg über den Küchentisch. Vorsichtig befördert Monika Addy den frechen Vierbeiner vom Tisch. Jetzt ist sie wieder ganz bei der Sache.

Nennen Sie uns ein Beispiel für eine Situation, in der Herr und Hund sich nicht verstehen?

Ich kenne ein Ehepaar, das sich vor einiger Zeit einen polnischen Herdenschutzhund angeschafft hat. Einen Owczarek Podhalanski. Das ist ein großer freundlicher Hund mit einem Babygesicht. Irgendwann ließ das Tier nicht einmal mehr die Putzfrau ins Haus. Bei einer Gartenfeier saßen alle Gäste im Garten um einen großen Tisch 

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