Ein fauler Pakt im Herzen Afrikas
War am Ende alles umsonst? Etwa 40 000 Wahlbeobachterinnen und Wahlbeobachter hatte die katholische Kirche im Kongo ausgebildet, um am 30. Dezember faire Wahlen zu ermöglichen. In Hirtenbriefen und Appellen haben die Bischöfe ihre Autorität und das hohe Ansehen der Kirche in die Waagschale geworfen. Gebt dem Volk die Macht zurück! Eindringlich formulierte der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Donatien Nshole, kurz vor den Wahlen die Rolle der Kirche: »Die Bischöfe haben nie behauptet, den Platz der Politiker einnehmen zu wollen. Vielmehr wollen sie alles tun, um die Lebensbedingungen des kongolesischen Volkes zu verbessern. Und in der Demokratischen Republik Kongo erfordert dies zwangsläufig eine Konsolidierung der Demokratie.« Jeder politische Akteur sei aufgefordert, »Verantwortung für seine Verpflichtungen zu übernehmen«. Und die Kongolesen müssten wissen, »wie sie sich verhalten sollen, damit diese Wahlen dem Volk seine Macht zurückgeben«.
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