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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2014
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Träume leben im Alter
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Sterbehilfe erlauben?

von Bettina Röder vom 26.09.2014
Wie soll das Leben enden? Der Deutsche Bundestag muss eine neue gesetzliche Regelung finden – keine leichte Aufgabe. Fraktionsübergreifend bereiten Abgeordnete die Entscheidung vor
Welche Formen der Sterbehilfe sollen künftig erlaubt sein? Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe macht sich darüber Gedanken. Einige sind sich die Abgeordneten darin, dass niemand mit Sterbehilfe Geld verdienen darf, viele andere Fragen sind jedoch offen (Foto: epd/Krüper)
Welche Formen der Sterbehilfe sollen künftig erlaubt sein? Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe macht sich darüber Gedanken. Einige sind sich die Abgeordneten darin, dass niemand mit Sterbehilfe Geld verdienen darf, viele andere Fragen sind jedoch offen (Foto: epd/Krüper)

Die meisten Menschen haben wohl weniger Angst vor dem Tod als vor dem Weg dahin, vor einem dunklen Weg am Lebensende, dem Gefühl, überflüssig zu sein, dem Dahinsiechen«, sagt Eva Högl. Die SPD-Abgeordnete sitzt in ihrem hellen Büro in Berlin-Mitte, nur wenige Hundert Meter vom Deutschen Bundestag entfernt. Die Glastüren sind weit geöffnet, draußen fließt die Spree vorbei, die Fassaden der Abgeordnetenhäuser gegenüber sind in rotes Abendlicht getaucht. Irgendwie passt die Stimmung zu diesem Gespräch. Es geht um das Thema Sterbehilfe, um ein neues Gesetz. Die Diskussion darüber hat nun eingesetzt.

»Vor allem wollen wir uns Zeit nehmen«

Und da ist alles ein bisschen anders als sonst: Es gibt vor allem eher nachdenkliche und behutsame Gespräche der Abgeordneten, das Eingeständnis, nicht genau wissen zu können, wo es langgehen muss. »Vor allem wollen wir uns Zeit nehmen«, sagt die Juristin Högl. Auch wenn die Diskussion schon im Gang ist, wird nicht vor Ende 2015 mit der Verabschiedung des Gesetzes gerechnet. Entscheidend dabei ist der aufgehobene Fraktionszwang. »Als Gesundheitsminister Hermann Gröhe zum Jahresanfang die Idee zu dem Gesetz hatte, war uns das wichtig«, sagt die SPD-Politikerin, die in der interfraktionellen Beratungsgruppe sitzt. Es handelt sich um zehn Personen, aus jeder Fraktion zwei oder drei.

Ebenso wichtig war es den Abgeordneten, dass das Gesetz nicht in der Regierung, sondern im Bundestag erarbeitet wird. »Es geht uns um die Sterbebegleitung und nicht um die Erleichterung des Todes«, sagt Eva Högl. In der letzten Legislaturperiode hatte Angela Merkel das Sterbehilfegesetz der schwerz-gelben Koalition in letzter Minute gest

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