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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2013
Götzen, Geld und die Gerechtigkeit
Was Christen heute herausfordert
Der Inhalt:

Mythen, Macht und Monopole

von Barbara Tambour vom 25.06.2013
Wer die Energiewende bekämpft, mit welchen Mitteln und warum sie dennoch gelingen wird. Fragen an die Energieökonomin Claudia Kemfert
 Große Konzerne, energieintensive Betriebe und konservative politische Kräfte wollen die Energiewende stoppen, sagt die Ökonomin Claudia Kemfert. Sie ist dennoch optimistisch, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien gelingt (Foto: www.claudiakemfert/pressebild/Roland Horn)
Große Konzerne, energieintensive Betriebe und konservative politische Kräfte wollen die Energiewende stoppen, sagt die Ökonomin Claudia Kemfert. Sie ist dennoch optimistisch, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien gelingt (Foto: www.claudiakemfert/pressebild/Roland Horn)

Publik-Forum: Die Energiewende steht unter Beschuss. Wird die Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energien dennoch bis 2050 gelingen?

Claudia Kemfert: Ich glaube, ja. Aber im Moment wird die Energiewende regelrecht gemobbt, indem gezielt Negativschlagzeilen produziert werden. Man soll den Eindruck gewinnen, die Energiewende sei nicht machbar, nicht finanzierbar, unwirtschaftlich und sie treibe Deutschland in den Ruin.

Ist das denn so?

Kemfert: Natürlich nicht. Ganz im Gegenteil: Wenn man sich von diesen Kräften beirren lässt und etwa das Einspeisegesetz für erneuerbare Energien (EEG) abschaffen würde, dann hätte man Probleme.

Ihr jüngstes Buch heißt: Kampf um Strom. Mythen, Macht und Monopole. Wer kämpft um den Strom in Deutschland?

Kemfert: Es sind erstens große Konzerne, die befürchten, dass ihnen die Energiewende Nachteile bringt; es sind zweitens energieintensive Betriebe, die die Energiewende nicht wollen, und es sind drittens Konservative, die, wenn sie nur das Wort grün hören, denken, das habe mit Hippies und Ökosandalen zu tun und könne ökonomisch nicht vernünftig sein. Sie alle eint der Wunsch, die Energiewende zu stoppen.

Kaum einer äußert das laut. Viele aber sagen, die Energiewende gehe zu schnell. Ist das so?

Kemfert:Nein, das ist genau einer der Mythen. Wer sagt: »Wir brauchen ein Tempolimit für die Energiewende«, und behauptet, die Umstellung auf erneuerbare Energien gehe zu schnell, will vor allem eins: Kohlekraftwerke bauen. Gibt es die erst einmal, kann man

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