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Menschenkette gegen Braunkohletagebau

von Markus Dobstadt vom 26.04.2015
Rund 6000 Menschen haben am Samstag beim rheinischen Braunkohle-Tagebau Garzweiler protestiert und eine 7,5 Kilometer lange Menschenkette gebildet. Mit dabei ist eine kleine Gruppe aus Frankfurt. Ihre Erlebnisse werden sie so schnell nicht vergessen. Von Markus Dobstadt
Die Kette steht! Rund 6000 Menschen demonstrierten am Samstag an der künftigen Abbruchkante des Braunkohletagebaus Garzweiler II gegen die exzessive Kohleverstromung in Deutschland und den immensen Landraub durch den Kohleabbau (Foto: Reinholz/Campact)
Die Kette steht! Rund 6000 Menschen demonstrierten am Samstag an der künftigen Abbruchkante des Braunkohletagebaus Garzweiler II gegen die exzessive Kohleverstromung in Deutschland und den immensen Landraub durch den Kohleabbau (Foto: Reinholz/Campact)

Der entscheidende Moment ist ganz unspektakulär. Mittags um kurz vor zwei Uhr ist die rund 7,5 Kilometer lange Kette geschlossen. Wir halten uns an den Händen fest oder an gelben Bändern, die verteilt wurden. Soweit man gucken kann stehen Menschen, manche halten Transparente hoch. Ein wunderbar buntes Bild. Rund 6000 Männer und Frauen sind im Braunkohle-Tagebaugebiet Garzweiler II am Samstag zusammengekommen und wollen in dem Moment nur eines: ein Ende des Braunkohletagebaus in Deutschland, der im Rheinland und in der Brandenburger Lausitz eine Fläche frisst, die zweieinhalb mal so groß ist wie der Bodensee, der für hohe CO2-Werte in Deutschland sorgt und die Klimaziele der Bundesregierung gefährdet. Ein Bündnis von Umweltgruppen, darunter Greenpeace, Campact und der Bund für Umwelt und Nat

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Kommentare
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Hanna Leinemann
04.05.201511:19
Danke für diesen Bericht; dagegen steht die RWE-Werbung, die so gerne auf Grün macht, dabei ist Schwarzbraun ihr neues Grün mit Vertreibung der Menschen von ihrer Scholle und Zerstörung der Natur. - Ich wüßte gerne, welche Verträge dem zugrunde liegen. -
Walter-Georg Panhans
26.04.201517:12
Meeeeensch!
War dabei und habe mit dem Verfasser lange geredet, ohne zu wissen, daß er Journalist ist und noch dazu für Publik-Forum arbeitet, das ich seit 1981 abonniert habe. Ich hatte ihn für einen Teilnehmer angesehen, der sich Notizen gemacht hat. Und dann erscheint dieser Bericht. Super!
Die Eindrücke und Einschätzungen teile ich. Von den politischen Aktionen, an denen ich seit Anfang März teilgenommen habe (Themen: Handelsabkommen, Anti-Atom, Blockupy, Ostermarsch, Gülleproblem in der Landwirtschaft), war diese die absolut intensivste. Dies obwohl mir die Situation aus eigener Anschauung bereits von früher bekannt war. Damals war gerade der Ort Garzweiler entsiedelt worden.