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»Macht Frieden für Syrien«

von Bettina Röder vom 01.09.2016
Ein Bündnis mehrerer Friedensorganisationen fordert zivile Lösungen zur Beendigung des Bürgerkriegs in Syrien. Der Bundestag soll das Mandat für den Bundeswehreinsatz nicht verlängern. Am heutigen Weltfriedenstag startet die Initiative eine mehrmonatige Kampagne
Vertreter deutscher Friedensorganisationen am 1. September vor dem Reichstag. Um Frieden für Syrien zu erreichen fordern sie mehr internationale Vermittlung, eine stärkere Unterstützung der gewaltfreien Opposition und Verhandlungen mit dem Islamischen Staat (Foto: Röder)
Vertreter deutscher Friedensorganisationen am 1. September vor dem Reichstag. Um Frieden für Syrien zu erreichen fordern sie mehr internationale Vermittlung, eine stärkere Unterstützung der gewaltfreien Opposition und Verhandlungen mit dem Islamischen Staat (Foto: Röder)

»Viele verwechseln zivile Konfliktbearbeitung immer noch mit der Yoga-Matte«, sagt Susanne Grabenhorst. »Das muss sich ändern, die Öffentlichkeit ist gefragt.« Die Ärztin aus Mönchengladbach und engagierte Vorsitzende der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) steht mit einer kleinen Gruppe auf der Wiese vor dem Berliner Bundestag. Eine Peace-Fahne flattert in der Sonne über den Köpfen, die zierliche blonde Frau hat gerade eine Erklärung verlesen.

Es geht um den Start einer Kampagne am 1. September, dem Weltfriedenstag, und um den Syrien-Krieg. Das Motto: »Macht Frieden. Zivile Lösungen für Syrien.« Die Kampagne fordert von den Abgeordneten des Bundestages, das Mandat für den Bundeswehreinsatz in Syrien im Dezember nicht zu verlängern und sich stattdessen verstärkt für zivile Alternativen zur Konfliktlösung einzusetzen. Seit Dezember 2015 unterstützt die Bundeswehr eine internationale Koalition beim Kampf gegen den Islamischen Staat mit Aufklärungs- und Tankflugzeugen. Stationiert sind die Bundeswehrsoldaten auf der türkischen Luftwaffenbasis Incirlik.

Mit einer Postkartenaktion gleich zum Kampagnenstart will die Initiative ihre Forderung direkt an die Bundestagsabgeordneten herantragen. Vom 5. bis 11. Dezember 2016 ist dann eine bundesweite Aktionswoche geplant, an der Friedensgruppen aus ganz Deutschland teilnehmen. Und zum Tag der Entscheidung über die Verlängerung des Bundeswehrmandats Mitte Dezember wird es eine zentrale Aktion vor dem Bundestag in Berlin geben.

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