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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2021
Diese verdammte Freiheit
Wolfgang Thierse über ein falsches Verständnis von Autonomie in der Corona
Der Inhalt:

Geflüchtete im Grenzgebiet von Polen und Belarus
»Ich schäme mich für dieses Land«

von Peggy Lohse vom 10.12.2021
Anwohner und Aktivisten haben entlang der polnisch-belarusischen Grenze ein Hilfenetzwerk für Geflüchtete aufgebaut. Sie riskieren hohe Strafen - und sind entschlossen, weiterzumachen.
Unter Bewachung: Geflüchtete an der polnisch-belarussischen Grenze. Die EU ist ganz nah und doch weit weg. (Foto: PA/AP/Oksana Manchuk)
Unter Bewachung: Geflüchtete an der polnisch-belarussischen Grenze. Die EU ist ganz nah und doch weit weg. (Foto: PA/AP/Oksana Manchuk)
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Der erste Wintertag im ostpolnischen Białystok. Am Morgen liegt Schnee, bei Temperaturen knapp über Null wechseln sich später silbergraue Sonnenstrahlen mit dicken Regenschauern ab. In einem Vorort, im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses, erwartet Anka eine neue Lieferung: Mit dem dritten Transport des Vereins Wir packen’s an kommen neue Spenden aus Brandenburg für die Menschen, die seit Monaten entlang der polnisch-belarussischen Grenze festhängen.

Anka, die ihren Nachnamen aus Sorge um ihre Sicherheit nicht in der Zeitschrift lesen möchte, ist Unternehmerin und leitet hier seit 18 Jahren eine Textilfirma mit zwanzig Mitarbeitenden. Sie ist keine Aktivistin, im Gegenteil: »Vor zwei Monaten hätte ich noch die Polizei gerufen, wenn ich eine Person im Wald entdeckt hätte

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