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Publik-Forum, Heft 14/2019
Homosexualität und Kirche
Wo ist das Problem?
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Die Erschaffung des Bösen

von Hannes Grassegger vom 07.01.2020
Wie zwei Politikberater aus dem milliardenschweren Philanthropen George Soros die ultimative Hassfigur aller Rechten machten
Folge einer gezielten Kampagne: George Soros wurde von einem weltweit geachteten Philanthropen zu einem der meistgehassten Menschen der Welt (Fotoillustration: Publik-Forum; Fotos: iStock by Getty/photoschmidt; iStock by Getty/DavidZydd; pa/epa/Stefan Zaklin)
Folge einer gezielten Kampagne: George Soros wurde von einem weltweit geachteten Philanthropen zu einem der meistgehassten Menschen der Welt (Fotoillustration: Publik-Forum; Fotos: iStock by Getty/photoschmidt; iStock by Getty/DavidZydd; pa/epa/Stefan Zaklin)

Er ist der Antichrist. Der gefährlichste Mensch der Welt. Ein alter reicher Mann, ein Spekulant, der den Zusammenbruch des britischen Pfunds 1992 verursachte, die Asienkrise 1997, die Finanzkrise 2008. Er zerstörte zuerst die Sowjetunion und dann Jugoslawien, um freie Bahn zu schaffen für Afrikaner und Araber, damit diese die Europäer vertreiben. Er sponsert Linksextreme, will den Präsidenten der USA stürzen und lebt von Drogenhandel und Finanzverbrechen. Nebenbei finanziert er Euthanasie, Zensur und Terrorismus. Schon als Kind lieferte er Juden an die Nazis aus, obwohl er selber Jude ist.

Man erfährt das bei Facebook, Youtube oder Twitter, wenn man »Soros« eingibt. George Soros ist Jude, das stimmt, alles andere ist falsch, erfunden und in die Welt gesetzt im Zuge einer der perfidesten und wirkungsmächtigsten Politkampagnen aller Zeiten.

Noch vor wenigen Jahren war Soros ein Milliardär, dessen tiefgründige Kritik am Kapitalismus selbst am Weltwirtschaftsforum in Davos geschätzt wurde. Ein Währungshändler, der zu den dreißig reichsten Menschen der Welt gehörte, dann aber den größten Teil seines Milliardenvermögens seiner Stiftung vermachte. Seine Open Society Foundations sind die drittgrößte gemeinnützige Stiftung der Welt, direkt hinter der Gates Foundation. Während Bill Gates versucht, den Schmerz der Welt zu lindern, etwa Malaria auszurotten, will Soros die Welt verbessern, etwa durch Bildungsprojekte oder Startkapital für Migranten. Er will das Ideal umsetzen, das der von ihm verehrte Philosoph Karl Popper gegen den Totalitarismus formulierte: die offene Gesellschaft.

Fieberkurve des Hasses

Ein Büro im 38. Stock eines kantigen Glasturms in

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