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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2016
Mit Feinden reden
Ex-Diplomat Michael Steiner über die Magie des Verhandelns
Der Inhalt:

»Was die Liebe kostet«

von Wolf Südbeck-Baur vom 07.12.2016
Als Chemiker erforschte Rafik Schami den Aufbau der Materie. Er fragte sich, welche Kraft das Universum ordnet – und nannte sie Gott. Inzwischen ist er ein bekannter Schriftsteller und schreibt die Geschichten seines Volkes vom Leben ab
Schriftsteller Rafik Schami: »Ich fragte mich: Wer hält das alles zusammen? Wie und warum funktioniert das Leben?« (Foto: pa/Augenklick/Kunz)
Schriftsteller Rafik Schami: »Ich fragte mich: Wer hält das alles zusammen? Wie und warum funktioniert das Leben?« (Foto: pa/Augenklick/Kunz)
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Publik-Forum: Rafik Schami, in Ihrem neuen Roman »Sophia oder der Anfang aller Geschichten« erzählen Sie die Geschichte des Syrers Salman, der genau wie Sie selbst 1971 nach Heidelberg geflohen ist. Ist diese Parallele Zufall?

Rafik Schami: Zufall sicher nicht. Aber ich mache seit Jahrzehnten die Erfahrung, dass sich ein Autor in ein Puzzlebild verwandelt. Sobald er mit dem Schreiben beginnt, erhebt sich sein Bild in die Luft, zerfällt in tausend kleine Teile und rieselt schließlich runter in die Seele seiner Figuren. Der eine Protagonist empfängt nur zehn, ein anderer vielleicht zweihundert Teile. So bin ich mit meiner Hauptfigur Salman biografisch zwar sehr in Berührung, aber nicht identisch. Auch Salmans Tante Amalia hat Teile von mir abbekommen,

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