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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2020
Zukünfte gesucht!
Wohin sich Politik, Kirchen und Gesellschaft entwickeln werden
Der Inhalt:

Synodaler Weg: Wer spricht über was?

vom 31.01.2020
Die Auftaktveranstaltung der Synode in Frankfurt am Main arbeitet mit vier Foren: Es geht um Macht, um Frauen in Ämtern, um Sexualmoral – und um den Priester der Zukunft. Wer spricht mit wem über was? Ein Überblick
Vier Symbole stehen für die vier Foren des Synodalen Weges: Es geht um die Macht der Geistlichen, die Rolle der Frauen, um den Blick auf Lust und Liebe und um den Priester der Zukunft (Grafiken: Istock by Getty/Aaltazar)
Vier Symbole stehen für die vier Foren des Synodalen Weges: Es geht um die Macht der Geistlichen, die Rolle der Frauen, um den Blick auf Lust und Liebe und um den Priester der Zukunft (Grafiken: Istock by Getty/Aaltazar)

Macht

Das Ziel: Die Standards eines demokratischen Rechtsstaats erreichen

Geleitet wird das Forum von Claudia Lücking-Michel, einer promovierten Theologin und erfahrenen Parlamentarierin (CDU), zusammen mit dem Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann. Lücking-Michel ist Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Wiesemann Vorsitzender der Glaubenskommission innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Der Speyerer Bischof ist bisher nicht mit pointierten Äußerungen aufgefallen. Dennoch (oder gerade deshalb?) wurde er und nicht sein Regensburger Amtskollege Rudi Voderholzer, der ein Schüler von Kardinal Gerhard Ludwig Müller ist, von den deutschen Bischöfen zum Vorsitzenden der Glaubenskommission in der DBK gewählt. Frau Lücking-Michel, die im Katholischen Deutschen Frauenbund zu Hause ist, hat sich dagegen bereits mehrfach mit Beiträgen zum Thema Macht und Gewaltenteilung profiliert.

Inhaltlich enthält das umfangreiche Vorbereitungspapier eine ungeschminkte Bestandsaufnahme: In der katholischen Kirche habe sich »eine Spiritualität des Gehorsams« und eine Amtspraxis entwickelt, die die Macht »einseitig an die Weihe bindet und sie in einer Weise für sakrosankt erklärt, die sie von Kritik abschirmt, von Kontrolle abkoppelt und von Teilung abhebt«. Das verzerre nicht nur die Prinzipien katholischer Theologie, sondern öffne »dem Missbrauch Tor und Tür«. Ziel müsse es daher sein, dass die Standards eines demokratischen Rechtsstaats auch in der Kirche gelten: »Wir wollen eine Organisation sein, deren Strukturen vom Wirken des Heil

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