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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2020
Arbeiten und Leben nach Corona
Was wir aus der Krise lernen können
Der Inhalt:

»Die Krise trifft auf ein instabiles Finanzsystem«

von Wolfgang Kessler vom 20.05.2020
Das Corona-Virus hat Teile der Wirtschaft in die Knie gezwungen. Wie lässt sich nun eine Euro-Krise vermeiden? Der Finanzexperte Gerhard Schick erläutert dies im Interview.
Gerhard Schick, Vorsitzender der Bürgerbewegung »Finanzwende« (Foto: Reuters/pa/Bensch)
Gerhard Schick, Vorsitzender der Bürgerbewegung »Finanzwende« (Foto: Reuters/pa/Bensch)
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Publik-Forum: Herr Schick, welche zentralen Schwächen des Finanzsystems hat die Corona-Krise offengelegt?

Gerhard Schick: Leider trifft die Stilllegung der Wirtschaft auf ein instabiles Finanzsystem. Die amerikanische Zentralbank hatte bereits Ende letzten Jahres massiv an einem bestimmten Teilmarkt interveniert, so wie auch im Krisenjahr 2008. Viele Unternehmen haben vor der Krise noch eigene Aktien zurückgekauft und so ihre Schuldenquote erhöht. Das macht sie jetzt anfälliger. Und bei den Banken ist immer davon die Rede, dass sie über viel mehr Eigenkapital und Sicherheiten verfügen als vor der Finanzkrise. Da ist zwar einiges geschehen, aber viel zu wenig. Realwirtschaftliche Unternehmen finanzieren sich zu zwanzig bis dreißig Prozent mit Eigenka