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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2020
Der Sinnlosigkeit widerstehen
Ostern in der Corona-Krise
Der Inhalt:
Buch des Monats

Wie Ostern erleuchtet

von Norbert Copray vom 14.04.2020
Mit 95 Jahren hat Jürgen Moltmann ein Buch über die Auferstehung herausgebracht. Für den Tübinger Systematiker ereignet sich die Auferstehung in der Todesstunde.
Jürgen Moltmanns Werk »Auferstanden in das ewige Leben« ist Buch des Monats bei Publik-Forum. (Foto: photocase/Litho: Gütersloher Verlagshaus)
Jürgen Moltmanns Werk »Auferstanden in das ewige Leben« ist Buch des Monats bei Publik-Forum. (Foto: photocase/Litho: Gütersloher Verlagshaus)

Jürgen Moltmann
Auferstanden in das ewige Leben
Über das Sterben und Erwachen einer lebendigen Seele. Gütersloher Verlagshaus. 110 Seiten. 12 €

Ein hymnisches, ein tröstliches, ein theologisches Bekenntnis- und Hoffnungsbuch ist Jürgen Moltmann mit »Auferstanden in das ewige Leben« gelungen. Bis zu seiner Emeritierung 1994 war er evangelischer Theologieprofessor in Tübingen. Mit seinen Büchern »Theologie der Hoffnung«, »Der gekreuzigte Gott«, »Kirche in der Kraft des Geistes« und seiner ökologischen Schöpfungslehre hatte er ab den 1960er-Jahren viele wirkmächtige Impulse gesetzt, auch wenn die Breitenwirkung von Theologie insgesamt stark nachgelassen hat.

Moltmann, der am 8. April 95 Jahre alt wurde, geht in seinem neuen Büchlein zwei Fragen nach: »Gibt es ein Leben nach dem Tod?« – und: »Ewiges Leben – wonach fragen wir?« Hymnisch ist das Buch im zweiten und fünften Kapitel, weil Moltmann darin »Die Auferstehung Jesu Christi« sowie das in der Auferstehung ausstrahlende »unerschaffene Licht in der Mitte der Finsternis« preist. Nicht ohne fundierten Bezug auf biblische Passagen. Zugleich ist der tröstende Ton gesetzt, der den Text durchdringt. Die geglaubte, erfahrene und gepredigte »neue Wirklichkeit der Auferstehung Jesu Christi« legt Jürgen Moltmann knapp und zugleich intensiv dar. »Die Überwindung des Todes« illustriert er mit der Osterikone der orthodoxen Kirche: »Der auferstandene Christus ergreift Adams Hand mit seiner Rechten und Evas Hand mit seiner Linken und zieht beide aus dem Grab. Mit Adam und Eva zieht Christus die ganze Menschheit aus dem ›Reich des Todes‹ ins Licht des ewigen Lebens. Christi Tod am Kreuz war einsam und exklusiv. Seine Aufers

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