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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2019
Die Zerreißprobe
Die Theologen Nikolaus Schneider und Dietmar Mieth hatten eine klare Haltung ...
Der Inhalt:

Wie die Welt ins Lot kommt

von Norbert Copray vom 18.11.2019
Buch des Monats: Wie lässt sich eine Welt schaffen, die mit sich im Reinen sein kann? Für den Autor Bernhard Ott heißt der Schlüssel dazu: Charakterbildung.

Bernhard Ott
Tänzer und Stolperer
Wenn die Bergpredigt unseren Charakter formt. Neufeld. 228 Seiten. 19,90 €

Wie kommt die Welt wieder ins Lot? Stimmt’s mit dem Menschen, dann stimmt’s mit der Welt, ist Bernhard Ott überzeugt. Deshalb will er Menschen anregen, selbst wieder ins Lot zu kommen. Der Schlüssel dafür: Charakterbildung. Charakter im Sinne eines Bündels »von Tugenden (und Untugenden), die sich ein Mensch, mehr unbewusst als bewusst, angeeignet hat. Tugenden werden hier als innere Dispositionen verstanden.«

So verstandener Charakter »wird geformt. Der Charakter ist so etwas wie der Autopilot in meinem Leben.« Für Ott ist »Charakter nicht Schicksal, sondern Charakterbildung liegt in der Verantwortung des Menschen. Charakter kann kultiviert, gestaltet, gebildet werden«. In der Bergpredigt sieht Ott einen maßgeblichen Entwurf für unseren Charakter. Ott ist promovierter Schweizer Theologe und Referent der Mennoniten, der als außerordentlicher Professor auch an der südafrikanischen Universität wirkt.

Mennoniten sind im Kontext der Reformation eine eigenständige Täuferbewegung, die auf den ursprünglich katholischen, aus dem niederländischen Friesland stammenden Pfarrer Menno Simons (1496-1561) zurückgeht und die Kindertaufe ablehnt. Die Freikirche weist wie fast alle Kirchen eine große Bandbreite von erzkonservativ bis liberal-demokratisch auf. Für ihr Glaubensverständnis ist die Bergpredigt zentral.

Insofern ist es nicht verwunderlich, wenn sie Bernhard Ott zum Lern- und Bildungsprogramm des menschlichen Charakters erklärt. Dazu greift er Grundideen von Christoph Stückelberger, Martin Buber und Dietrich

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