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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2019
Die Zerreißprobe
Die Theologen Nikolaus Schneider und Dietmar Mieth hatten eine klare Haltung ...
Der Inhalt:

Buchbesprechungen

vom 22.11.2019

Isabel Hartmann/
Reiner Knieling
Gott: Wie wir den Einen suchten und das Universum in uns fanden
Gütersloher Verlagshaus. 238 Seiten. 20 €

Sie sagt: »Ich erlebe Gott als kraftvolle Sehnsuchtsquelle, von der ich trinke.« Er sagt: »Gott ist die Hintergrundenergie, die in allen lebt und wach ist.« Sie sagt: »Ich glaube, man kann Gott nicht schmerzfrei haben.« Er sagt: »Ich glaube, weil ich von Gott nicht loskomme.« Ein Ehepaar, Pfarrer und Pfarrerin, Leiter und stellvertretende Leiterin des Gemeindekollegs der Vereinigten Lutherischen Kirchen Deutschlands, spürt in diesem Gesprächsbuch der Sehnsucht nach Gott und den Zweifeln nach. Beider Gedanken und Einsichten sind verknüpft mit konkreten Erfahrungen aus ihren jeweiligen Leben, von denen beide sehr offen erzählen. So geben Hartmann und Knieling auf sympathische, geerdete und mutige Weise Zeugnis von ihrem Glauben an einen Gott, der überall gegenwärtig ist und doch auch immer wieder jede menschliche Vorstellungskraft übersteigt. Die Lektüre ist inspirierend. Denn ob und wie man Gottes Gegenwart erfährt, ist unter Gottgläubigen durchaus strittig. Hartmut Meesmann

Elisa Klapheck/Bruno Landthaler/Rosa Rappoport
Deutschland braucht jüdischen Religionsunterricht
Hentrich & Hentrich. 80 Seiten. 9,90 €

In mehreren Bundesländern besteht seit Kurzem die Möglichkeit, dass an öffentlichen Schulen jüdischer Religionsunterricht erteilt werden kann. Welche Herausforderung damit auf die jüdische Gemeinschaft zukommt, wird in diesem Band erörtert. Macht es doch einen Unterschied, ob in den jüdischen Gemeinden Heranwachsenden in Form einer Katechese Riten und Bräuche nahegebracht werden oder ob im Forum der öffentlichen Schule das Judentum zum Thema gemacht wird. Gilt es dann doch, worauf der jüdische Theologe Landthaler insistiert, die eigene Religion in einer Weise zu versprachlichen, die nicht nur nach innen verstehbar ist. Gelänge dies, so macht er deutlich, wäre der jüdische Religionsunterricht eine Chance für das Judentum in Deutschland. Es wäre gezwungen, sich mit seinem Selbstverständnis in einer pluralistischen Gesellschaft zu befassen. Und es könnte Themen aus seiner Tradition in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen, was diesen etwa in d

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