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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2019
Die Waffen nieder!
Pazifismus in kriegerischen Zeiten. Wie sich Sicherheitspolitik neu denken lässt
Der Inhalt:

»Rentzing ist an sich selbst gescheitert«

von Britta Baas vom 08.11.2019
Rechts denken, als Bischof handeln: Geht das? In Sachsen hat es nicht funktioniert. Der Rücktritt Carsten Rentzings offenbart, wie lange es Warnzeichen gab. Und wie lange geschwiegen wurde. Fragen an den Theologen Christian Wolff
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»Das Wort sie sollen lassen stahn!«: Mahnwache für Carsten Rentzing Ende Oktober vor dem Kirchenamt in Dresden (Foto: epd/Schumann)
»Das Wort sie sollen lassen stahn!«: Mahnwache für Carsten Rentzing Ende Oktober vor dem Kirchenamt in Dresden (Foto: epd/Schumann)
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Publik-Forum: Herr Wolff, Ihr Landesbischof ist zurückgetreten. Es gab öffentlichen Streit über seine politische Einstellung. Hat Carsten Rentzing nicht gut zu Sachsen gepasst?

Christian Wolff: Von Anfang an lag kein Segen auf seiner Kandidatur und auf seiner Wahl zum Landesbischof. Er war Kandidat der evangelikalen Rechten und wurde 2015 erst im sechsten Wahlgang mit nur einer Stimme Mehrheit gewählt. Das ist nach dem Wahlgesetz in Ordnung. Es ist aber sehr zweifelhaft, ob unter solchen Voraussetzungen die geistliche Leitung einer Landeskirche möglich ist.

Am Ende stolperte er über Artikel, die er in jungen Jahren für die rechtskonservative Zeitschrift »Fragmente« geschrieben hatte.

Wolff: Er ist nicht gestolpert, er ist am Ende an sich selbst gescheitert. Ich habe immer wieder kritisiert, dass er keine klare Position gegenüber dem Rechtsnationalismus von Pegida und der AfD eingenommen hat. Er hat die Landeskirche in Sachsen in dieser Auseinandersetzung nie klar verortet. Das wäre nötig gewesen, gerade weil sie in Sachsen sehr scharf geführt wird. Ich hatte immer den Eindruck, dass er

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