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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2018
Gott wird Wort
In der modernen Welt vom Unsagbaren reden
Der Inhalt:

Vorgespräch: Wie kommt der Flow in die Kirche?

von Viola Rüdele vom 21.12.2018
Bernhard Kießig organisiert als evangelischer Referent für Popmusik die Tagung »Rock my Church!«

Publik-Forum: Herr Kießig, warum brauchen Kirchen Rockmusik?

Bernhard Kießig: Musik gehört zur Kirche. Es wäre schade, wenn sich dabei nur auf eine bestimmte Sparte konzentriert wird, momentan ist das die klassisch-traditionelle Richtung. Wenn man Volkskirche sein will, ist es aber wichtig, alle Musikrichtungen der Popularmusik abzudecken – und das möglichst professionell.

Kommen bei der Tagung auch Fans von Rap und Hip-Hop auf ihre Kosten?

Kießig: Wir konzentrieren uns auf keine spezielle Musikrichtung. Popularmusik ist ein Überbegriff, der aktuelle Musikformen meint, die gerade in den Charts gespielt werden. Die Tagung ist für alle Menschen gedacht, die sich in den Gemeinden mit Popularmusik beschäftigen – egal ob Jung oder Alt. Sie bekommen dort die Gelegenheit, sich über die eigenen Erfahrungen auszutauschen und mit anderen Gemeinden zu vernetzen. Die Referenten geben musikalische Impulse und Inspiration. Jeder kann sich dabei aus zehn Workshops zwei passende auswählen.

Wie bringen Sie den im Flyer angekündigten Flow auch in Ihre Veranstaltung?

Kießig: Im Flow zu sein heißt, so in einer Aktion aufzugehen, dass man nicht mehr nachdenkt, sondern alles fließt. Theologisch gesehen sind der Heilige Geist und der Flow daher Geschwister. Beide kann man nicht einfach erzeugen, aber wir wollen an diesem Tag zumindest gute Voraussetzungen schaffen. Dafür haben wir ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen, Workshops und einem Abschlusskonzert organisiert. Auch die musikalische Praxis kommt nicht zu kurz. Im Gospelworkshop wird zum Beispiel viel gesungen und im Pop-Piano-Workshop sitzen die Teilnehmenden selbst am Piano und üben sich mithilfe des Referenten darin, Choräle zum Grooven zu bringen.

Was können die Teilnehmenden für die Gottesdienste in ihren Gemeinden mitnehmen?

Kießig: Ziel ist es, dass im Gottesdienst die Herzen der Menschen erreicht werden, ohne dass es eine Übersetzung in Sprache braucht. Das geht nicht von heute auf morgen durch eine radikale Umstellung. Unsere Veranstaltung will vielmehr zum Nachdenken über neue Formate anregen, damit dann in den Gemeinden beispielsweise öfter Bands zum Einsatz kommen.

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