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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2018
Gott wird Wort
In der modernen Welt vom Unsagbaren reden
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

Georges Pontier, Vorsitzender der französischen Bischofskonferenz, hat angeboten, alle Kirchen des Landes als Orte des politischen Austausches zu nutzen. »Wir finden, dass es unserer Demokratie an Orten des Austausches und des Nachdenkens fehlt«, heißt es in einer Erklärung der französischen Bischöfe. Jede Pfarrei soll offene Gesprächskreise organisieren und nach Gründen für die derzeitige Gewalt suchen. Die Antworten sollten an den jeweiligen Bischof und Abgeordneten geleitet werden.

Sigmar Gabriel, ehemaliger Außenminister (SPD), plädiert für eine stärkere gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU. Weil die USA »immer auf uns aufgepasst haben«, habe Europa »nicht gelernt, mit dieser Welt umzugehen«, sagte er in Frankfurt am Main. »Wir sind so etwas wie die globale Schweiz: wirtschaftlich interessant, politisch irrelevant. Europa ist derzeit unbedeutend in der Welt, die große Politik wird ohne uns gemacht.« Ohne eine gemeinsame Stimme werde Europa nicht wahrgenommen.

Kristina Hänel, Frauenärztin aus Gießen, ist unzufrieden mit dem Kompromiss zu Paragraf 219a. Es werde dabei bleiben, »dass wir Ärzte nicht frei informieren dürfen«. Hänels Verurteilung zu einer Geldstrafe – weil sie darüber informierte, dass sie Abtreibungen durchführt – hatte die Debatte über den Paragrafen 219a ausgelöst. Der jetzige Kompromiss hält am bestehenden Werbeverbot für Abtreibungen fest, schafft aber neue Möglichkeiten für betroffene Frauen, sich zu informieren.

Claus-Peter Reisch, Kapitän des Seenotrettungsschiffs Lifeline würde gerne unter der Flagge des Vatikans auslaufen. Der Kirchenstaat besitzt seit 1951 ein eigenes Schifffahrtsregister, hat aber noch nie ein Schiff registriert. »Wir würden alles tun, was nötig ist, um diese Flagge führen zu dürfen«, sagte Reisch. Seine Anfrage wurde vom Vatikan zwar abgelehnt, doch Reisch gibt die Hoffnung nicht auf: »Es wäre ein ganz starkes Zeichen der Kirche, zu zeigen: Wir unterstützen diese humanitären Einsätze.«

Sabine Minninger, Klimaexpertin beim evangelischen Hilfswerk Brot für

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