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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2018
Gott wird Wort
In der modernen Welt vom Unsagbaren reden
Der Inhalt:

Im Heimathafen auf Zeit

Duckdalben heißt der »beste Seemannsclub der Welt«. Hier treffen sich Seeleute, die den Hamburger Hafen ansteuern. Sie finden eine offene freundschaftliche Atmosphäre vor. Dafür sorgt Seemannsdiakon Jan Oltmanns mit seinem Team

Rian de la Cruz klappt lächelnd seinen Laptop zu. Gute Nachrichten hat er von zu Hause in Surallah erhalten. »In den vergangenen Wochen gab es kaum einmal die Chance, länger mit meiner Familie zu sprechen – die Leitung an Bord ist zu schlecht und obendrein noch teuer«, erklärt der 32-jährige Seemann von den Philippinen. »Hier im Duckdalben hatte ich nun die Gelegenheit, in Ruhe mit meiner Familie zu sprechen. Die Verbindung war super«, lobt der Mann, der seit 2009 zur See fährt, die Infrastruktur in Hamburgs Seemannsclub.

Unter dem Hamburger Wahrzeichen, der Köhlbrandbrücke, gleich gegenüber vom Eurokai, befindet sich der 1986 von der Seemannsmission Hamburg-Harburg gegründete Club. Nach den Dalben ist er benannt, den in Dreier- oder Viererbünden in den schlickigen Elbgrund gerammten Pfählen. Daran machen Schiffe fest, die längere Zeit in der Elbströmung liegen, um auf Ladung zu warten. Das kommt heutzutage, wo das Laden und Entladen eng getaktet ist, zwar nur noch selten vor, aber Seeleute brauchen nach wie vor einen Anlaufpunkt im Hafen. Einen Ort, wo sie telefonieren, etwas Ruhe finden oder mit anderen Seeleuten eine Partie Billard spielen, ein Bier trinken oder Musik machen können.

Ein aufregendes Leben

All das bietet der Duckdalben, über dessen Eingang in dicken, roten Lettern »Welcome« steht. Mehr noch, die Seeleute werden am Gate, wo die Schiffe liegen, abgeholt und auch wieder zurückgebracht und finden im Duckdalben ein offenes Ohr. Zuhören, Mut machen, Helfen wird großgeschrieben in dem Club, den Seemannsdiakon Jan Oltmanns gemeinsam mit seiner Kollegin Anke Wibel leitet. »Wir versuchen, das Leben der Se