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Täglich tausend Tote

Der Handel mit Kleinwaffen boomt und die Regierung schaut zu
von Bettina Röder vom 06.12.2013
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Die Zahlen sind erschreckend, aber wahr: Tag für Tag sterben nach Schätzung von Amnesty International bei bewaffneten Konflikten rund um den Globus tausend Menschen durch Pistolen oder Sturm- und Maschinengewehre. Im jüngsten Rüstungsexportbericht der Bundesregierung kommen diese »Kleinwaffen« auf einen nie da gewesenen Rekord. Während die Rüstungsexporte mit einem Wert von 946 Millionen Euro auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gesunken sind, gab es bei Kleinwaffen einen regelrechten Ausfuhr-Boom: 2012 erteilte die Bundesregierung Exportgenehmigungen im Wert von 76 Millionen Euro, doppelt so viel wie im Vorjahr. Und damit nicht genug. Die Waffen wurden in sogenannte Drittstaaten exportiert, also Länder, die weder der Europäischen Union noch der Nato angehören: wie Afghanistan, der Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien. Hauptabnehmer war 2012 Indien.

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