Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2023
Der Inhalt:
Religion & Kirchen

Film
Von Krähen und Menschen

von Birgit Roschy vom 30.10.2023
»Krähen – Die Natur beobachtet uns« ist ein spannender Dokumentarfilm über die Geschichte der cleveren Vögel – und wie sie mit uns Menschen verknüpft sind.
Ob Krähen wohl über uns reden?Ihre ausführliche Kommunikation verstehen wir bei Weitem noch nicht. (Foto: filmstarts.de)
Ob Krähen wohl über uns reden?Ihre ausführliche Kommunikation verstehen wir bei Weitem noch nicht. (Foto: filmstarts.de)

Kino. Wo Menschen sind, sind auch Krähen. In diesem poetischen, mit schwarzweißer Animation ergänzten Dokumentarfilm werden Streiflichter auf Rabenvögel geworfen, die uns wie schwarze Schatten seit Anbeginn der Zeit begleiten. Das filmische Panorama erstreckt sich von den Schneelandschaften Nordkanadas und Washingtons über den Wiener Prater und des Londoner Tower bis nach Tokio und die Inselgruppe Neukaledonien. Dort erforschen Verhaltensbiologen, wie Geradschnabelkrähen sich aus Zweigen Werkzeug zurechtschnitzen, um nach Maden zu angeln. Die Faszination für die unheimlich kluge Gattung Corvus hat Tradition, wie nicht nur die Rabenkundschafter des germanischen Gottes Odin zeigen. Eine Fabel von Äsop liefert die Inspiration für ein Experiment, in dem ein durstiger Rabe Steine in einen Krug mit Wasser wirft, um den Wasserspiegel zum Ansteigen zu bringen. Krähen begleiten Karibuherden, um sich in trauter Symbiose mit Wölfen Aas zu teilen. Am liebsten aber haben sie es mit Menschen zu tun, die sich von Jägern und Sammlern zu Stadtbewohnern entwickelt haben. Wie Pendler reisen Raben zur Futtersuche tagsüber in die Stadt, plündern Mülleimer, und kehren abends aufs Land zurück. Sie beobachten uns und womöglich lernen sie von uns. Besitzen sie, so die den Film durchziehende These, ein kollektives Wissen über uns Menschen?

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 21/2023 vom 03.11.2023, Seite 54
Den Hass überwinden
Den Hass überwinden
Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann kämpfen gegen Antisemitismus und Rassismus an deutschen Schulen
4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper
Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.