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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2017
Reformationsjubiläum: Was bleibt?
Ein Streitgespräch zwischen Thies Gundlach, Margot Käßmann und Dorothea Wendebourg
Der Inhalt:

Ich bin gegangen

Hallo, ich bin Ruhul Ameen und auch ein wenig aufgeregt, Ihnen kurz meine Geschichte zu erzählen: damit Sie wissen, warum ich hier bin und auch in Deutschland bleiben möchte. Angst, die hat mein ganzes Leben bisher bestimmt. Dabei bin ich noch gar nicht so alt, vor 18 Jahren bin ich in Bangladesch geboren. Bald habe ich Geburtstag. Dann muss ich auch wieder zur Ausländerbehörde für meinen Aufenthalt in Deutschland. Wieder diese Angst! Ich bin Rohingya. Meine Eltern kamen vor mehr als 18 Jahren in das kleine Dorf in Daudkandi in Bangladesch. Als ich in die Schule kam, wollten die Kinder nicht mit mir Fußball spielen, sie haben mit Steinen nach mir geworfen. Rohingya! Das war schon damals so. Ich habe oft geweint. Mein Vater hat auf dem Feld gearbeitet, aber oft hatten wir nichts zu essen. Ich habe die Schule bald verlassen, auch auf dem Feld gearbeitet. Das war

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