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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2017
Cyberwar
Stell dir vor, es ist krieg und keiner merkt es
Der Inhalt:

Buchbesprechungen

vom 13.10.2017

Christiane Florin
Der Weiberaufstand
Kösel. 174 Seiten. 17,99 €

Der Titel »Der Weiberaufstand« von Christiane Florin ist irreführend: Den von ihr beschworenen »Weiberaufstand« in der katholischen Kirche gibt es nicht. Stattdessen einen unaufhaltsamen Exodus von Frauen aus dieser Kirche. Dennoch ist die katholische Kirche bis heute eine von Männern geleitete Frauenkirche, die ohne das Engagement der Frauen nicht lebensfähig wäre. Diese mittlerweile desillusionierten »Ü60-Frauen« haben ihren Glauben an das Wirken des Heiligen Geistes »trotz allem« noch nicht ganz aufgegeben. Aber selbst deren Engels- oder Eselsgeduld geht zu Ende angesichts einer jungen Priestergeneration, die oft so selbstherrlich auftritt, dass diese erst mal zum Praktikum ins gewöhnliche Leben geschickt gehört. Junge Frauen wenden sich gleichgültig von einer unbelehrbaren Kirche ab, die die Zeichen der Zeit nicht lesen will. Wer wissen will, wie es dazu kam, kann dies in der flüssig-flapsig geschriebenen Epistel von Christiane Florin erfahren: detailliert und unterhaltsam. Christa Nickels

Margareta Mommsen
Das Putin-Syndikat
C. H. Beck. 246 Seiten. 14,95 €

Wladimir Putin gibt es vielleicht gar nicht – jedenfalls nicht so, wie er sich öffentlich inszenieren lässt. Image und Politikstil seien von Spindoktoren erdacht und durch Propaganda zum Personenkult stilisiert worden. Die Münchner Politikwissenschaftlerin Margareta Mommsen beschreibt den »Putinismus« als das Netzwerk eines russischen Führungszirkels aus Geheimdienstlern, Spitzenbeamten und Wirtschaftsführern. Aus Metamorphosen habe sich eine autoritäre, konservative, antiwestliche, sowjetnostalgische, ansonsten ideologiefreie Herrschaftsform entwickelt. Russische Politologen sehen dieses »Putin-Syndikat« als instabil, wenn auch derzeit unangefochten an: Es mache ungebremst Politik um seiner Geschäfte willen und geringschätze Recht, Wettbewerb und Opposition. Ernst Rommeney

Sháá Wasmund
Do Less Get More
dtv. 236 Seiten. 16,90 €

Die Autorin trifft das Dilemma der Gegenwart: Wir haben keine Zeit, obwohl – oder weil – wir oft pausenlos arbeiten. Sie kriti

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