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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2018
Hitze-Schock
Wie Landwirte und Verbraucher jetzt umsteuern müssen
Der Inhalt:

Stichwort: Kampf um die Vorherrschaft

von Norbert Copray vom 24.08.2018
Der Dreißigjährige Krieg: Was die große europäische Tragödie lehrt

Johannes Burkhardt
Der Krieg der Kriege
Eine neue Geschichte des Dreißigjährigen Krieges. Klett-Cotta. 352 Seiten. 25 €

Georg Schmidt
Die Reiter der Apokalypse
Geschichte des Dreißigjährigen Krieges. C.H. Beck. 810 Seiten. 32 €

Georg Schmidt
Der Dreißigjährige Krieg
Beck/Wissen Nr. 2005.
128 Seiten. 9,95 €

Herfried Münkler
Der Dreißigjährige Krieg
Europäische Katastrophe, Deutsches Trauma 1618–1648. Rowohlt. 975 Seiten. 39,95 €

Peter H. Wilson
Der Dreißigjährige Krieg
Eine europäische Tragödie. Theiss. 1168 Seiten. 49,95 €

Brendan Simms
Kampf um Vorherrschaft
Eine deutsche Geschichte Europas. 1453 bis heute. DVA. 896 Seiten. 34,99 €

Eine »einzigartige Erkenntnischance« bietet laut Johannes Burkhardt der »Krieg der Kriege«, der von 1618 an in Europa und vor allem in Deutschland gewütet hat. Zwischen dem 15. Mai und dem 24. Oktober 1648 wurden in Münster und Osnabrück Friedensverträge geschlossen, die den Dreißigjährigen Krieg in Deutschland und zugleich den achtzigjährigen Unabhängigkeitskrieg der Niederlande beendeten. Der emeritierte Geschichtsprofessor Burkhardt sieht das historische Geschehen als das »größte Untersuchungsfeld für die Kriegsursachenforschung« und »eine Neuvermessung des Friedensproblems«. Zwar »als Religionskrieg überliefert und zum Teil weiter so gesehen, ist er zugleich und noch mehr als ein europäischer Staatsbildungskrieg zu sehen«. Zu den drei bis fünf Millionen Kriegstoten kamen die Toten durch Hungersnöte, Seuchen und Gewalt hinzu sowie die verwüsteten und entvölkerten Landstriche. Burkhardt zeigt die vielen Friedensbemühungen auf, die ab 1631 unternommen wurden.

Dass der Dreißigjährige Krieg nicht die deutsche Urkatastrophe ist, behauptet der Geschichtsprofessor Georg Schmidt in seinem Buch »Die Reiter der Apokalypse«. Denn dieser Mythos ist für ihn eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Er lasse den Aufstieg Preußens umso kräftiger erstrahlen. Schmidt thematisiert als Einziger, dass das Problem dieses Krieges im Herbst 1618 beginnt, als ein Komet auftaucht und dieser Komet als Zeichen Gottes gedeutet wi

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