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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2023
Der Inhalt:
Religion & Kirchen

Gegen den Wind laufen

von Birgit Roschy vom 18.07.2023
(Foto: W-Film)
(Foto: W-Film)

Kino. Wie Brüder wachsen Abdil und Solomon in einem äthiopischen Dorf auf, als ein weißer Entwicklungshelfer ihren Weg kreuzt. Die Begegnung weckt in den beiden zwölfjährigen Ziegenhirten ehrgeizige Träume. Der verwaiste Solomon läuft weg nach Addis Abeba, um Fotograf zu werden, landet jedoch auf der Straße. Jahre später gelangt auch Abdil, inzwischen ein vielversprechender Langstreckenläufer, in die äthiopische Hauptstadt. Als Kandidat für die Nationalmannschaft und Gewinner eines prestigeträchtigen Rennens sollte er seine Energie eigentlich für das Training aufwenden. Doch er hat die Hoffnung nicht aufgegeben, seinen alten Freund wiederzufinden. Als er ihn im Großstadtdschungel aufspürt, ist die Wiedersehensfreude riesig. Solomon lebt in einer Baracke und bringt sich und seine kleine Familie als Müllsammler durch, hat aber stets die Kamera dabei. Mit Abdils Hilfe gibt er seinem Leben eine Wende. Doch das Bandenmilieu, in dem er sich bewegt, will ihn nicht loslassen. Gegen Ende wirkt dieses epische Drama über Freundschaft und Zusammenhalt zwar arg gedrechselt, doch es überzeugt durch die Streiflichter auf das heutige Äthiopien und dessen gesellschaftliche Dynamik. Die Schilderung der Gegensätze zwischen Stadt und Land, Armut und aufstrebender Mittelschicht und die Bilder der schroffen Schönheit der Natur verraten den Blick eines Insiders. Regisseur Weyl, der bereits als Jugendlicher Geld für äthiopische Schulen sammelte, hat drei Jahre in dem Land gelebt und spricht Amharisch. Heimlicher Star des Films ist aber der legendäre Langstreckenchampion Haile Gebrselassie, der kurz auftritt.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 14/2023 vom 21.07.2023, Seite 54
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