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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2019
Der Inhalt:
Religion & Kirchen

Aufgefallen
Der Mitleidende

von Thomas Seiterich vom 26.07.2019
Sebastião Salgado erhält als erster Fotograf den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Der 75-Jährige betrachtet die Welt aus biblischer Perspektive
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Wenn der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado etwas anpackt, wird häufig eine Riesenaktion daraus. Sein fotografisches Langzeitwerk »Genesis« über die unberührten Regionen unserer Erde ist monumental geraten – mit Schwarz-Weiß-Bildern von bestechender Schönheit. In der Bibel bildet der Mensch den Abschluss von Gottes Schöpfung, die übrige Natur den Beginn. Bei Salgado ist es anders herum: In seinem Fotografenleben interessierte er sich lange Zeit nur für den Menschen. Doch mit »Genesis«, einem einzigartigen Bildband, hat er sich 2004 dem Beginn der Schöpfungsgeschichte zugewandt.

Salgado wuchs auf der abgelegenen Rinderfarm Bulçao im Regenwald Brasiliens auf. Gegen die Militärdiktatur leistete er Widerstand, gemeinsam mit seiner Frau Lélia. Deshalb musste das Paar nach Paris fliehen. Sie ha

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