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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2018
Geborgen und unbehaust
Was Religion über Heimat sagt
Der Inhalt:

»Wie die Wespen im Regenwald«

von Thomas Seiterich vom 27.07.2018
Patricia Gualinga, Katechetin und Schamanin, wird Papst Franziskus auf der Amazonas-Synode beraten. Eine Begegnung

Wenn Patricia Gualinga über die Urwälder ihrer Heimat im ecuadorianischen Amazonastiefland spricht, legt sich ein Glanz auf ihr Gesicht. Ihre Stimme wird langsam, feierlich. Selbst an einem total un-indianischen Ort, dem Barockkloster Weingarten, einem Sitz der Katholischen Akademie Rottenburg-Stuttgart, wo wir uns treffen, ein Jahr nachdem ich sie in ihrem Urwalddorf besuchte.

»Der Urwald, das ist für unser Kichwa-Volk etwas Heiliges – Kawsak Sacha auf Kichwa, spanisch: Selva Viviente, also ein beseelter Ort«, sagt Patricia. »Die Wesen des Waldes, die Sichtbaren wie die Unsichtbaren, geben uns Indigenen Kraft und tiefe Sicherheit.« Die Amazonas-Botschafterin, die Papst Franziskus zur Vorbereitung seiner Amazonas-Synode nach Rom einge

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